Das Erwachen von Andreas Brandhorst

»Ich bin ich und ich bin hier«

Dem Ein oder Anderen wird die zweite Überschrift bekannt vorkommen. – »Das Erwachen« von Andreas Brandhorst. Ein unterhaltsames Hörbuch, wenn man etwas Zeit mitbringt. Mit 21 Stunden und 25 Minuten gehört Das Erwachen eher zu den ausschweifenden, langatmigen Geschichten. Dennoch versorgt einen Andreas Brandhorst fast durchgehend mit Spannung.
Konkret geht es um eine künstliche Intelligenz, oder besser Maschinenintelligenz, die durch einen dummen, aber auch schon spannenden Zufall freigesetzt wird.
Der anschließende Verlauf ist actiongeladen, jedoch leider mit vielen unwahrscheinlichen Zufällen gespickt, die den Leser oder Hörer etwas an der Authentizität der Story zweifeln lassen.
Die Handlung spielt überwiegend in Europa, was eine schöne Abwechslung zu den meist amerikanischen Techno-Thrillern ist.
Zu den Personen im Buch: Es werden leider viele Klischees bedient, welche dann wiederum als Rechtfertigung für irrationales Handeln der Charaktere herhalten müssen.
Zu der Story an sich: Ich hatte schon erwähnt, dass es nicht an Spannung fehlt. Jedoch ist die Geschichte voll von vorhersehbaren Aktionen, die dazu noch relativ unlogisch erscheinen. – »Interessant« wäre noch eine passende Beschreibung für den Inhalt des Buches, vor allem für die Leute die Technik mögen und die damit leben können, dass andere Aspekte hinten angestellt werden.
Das Hörbuch / der Sprecher: Das Hörbuch, welches von Richard Barenberg erzählt wird, ist angenehm anzuhören. Er gibt den Charakteren eigene Stimmen und trifft Akzente sehr gut, ohne dabei zu übertreiben. Es fehlte ein bisschen, um mich vollends zu fesseln, wie beispielsweise bei Frank Arnold, aber im Großen und Ganzen ist es ansprechend.
Fazit: In Hörbuchform ist Das Erwachen durchaus hörenswert. Zum Beispiel ist es ein guter Begleiter für ein paar lange Autofahrten.

Meine Bewertung: Gesamt: 6/10 | Story: 7/10 | Stil: 6/10

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